Nick Mason (Solo): Ein Blick auf die beliebtesten Lieder und Alben des Pink Floyd-Schlagzeugers

Nick Mason (Solo): Ein Blick auf die beliebtesten Lieder und Alben des Pink Floyd-Schlagzeugers
Abstract:

Nick Mason, der einzige konstante Musiker von Pink Floyd, hat weit mehr als nur die Rhythmussektion einer der größten Bands aller Zeiten geprägt. Abseits des Pink Floyd-Universums hat er eine faszinierende Solokarriere und zahlreiche Kollaborationen vorzuweisen. Von experimentellem Jazz-Rock über Synth-Pop bis hin zur Wiederbelebung der frühen Pink Floyd-Ära mit ‚Nick Mason’s Saucerful of Secrets‘ – tauche ein in die vielseitige musikalische Welt eines wahren Classic Rock-Urgesteins.

Wenn wir an Pink Floyd denken, fallen uns sofort ikonische Alben, epische Soundlandschaften und die visionären Köpfe von Roger Waters und David Gilmour ein. Doch im Herzen dieser legendären Band schlug stets ein unerschütterlicher Rhythmusgeber: Nick Mason. Der bescheidene Schlagzeuger, der als einziges Mitglied auf jedem Pink Floyd-Album zu hören ist, hat über die Jahrzehnte hinweg nicht nur den Takt für unzählige Meisterwerke vorgegeben, sondern auch eine eigene, bemerkenswerte musikalische Reise unternommen. Abseits der gigantischen Schatten von Pink Floyd hat Nick Mason (solo) beliebte Lieder und Alben geschaffen und in Projekten mitgewirkt, die seinen einzigartigen musikalischen Geschmack und seine unbestreitbare Leidenschaft für innovative Klänge widerspiegeln. Begleite uns auf eine Entdeckungsreise durch die faszinierende Welt von Nick Masons Solowerken und Kollaborationen, die zeigen, dass hinter dem Schlagzeuger der Progressive-Rock-Giganten ein vielseitiger und kreativer Musiker steckt.

Key Facts zu Nick Masons Solo-Karriere

  • Das Solo-Debüt: Nick Masons erstes Soloalbum, „Nick Mason’s Fictitious Sports“, erschien am 1. Mai 1981.
  • Die kreative Kraft dahinter: Obwohl unter Masons Namen veröffentlicht, wurde „Fictitious Sports“ maßgeblich von der Jazz-Komponistin und Keyboarderin Carla Bley geschrieben und arrangiert. Mason fungierte als Schlagzeuger und Co-Produzent.
  • Bekannte Stimmen: Auf „Fictitious Sports“ sind der frühere Soft Machine-Sänger Robert Wyatt und Karen Kraft (Lead-Gesang bei „Can’t Get My Motor to Start“) zu hören.
  • Genre-Mix: Das Album „Fictitious Sports“ wird als eine Mischung aus Jazz-Rock, Progressive Rock und sogar „Punk Jazz“ beschrieben, was seine experimentelle Natur unterstreicht.
  • Die „Profiles“-Kollaboration: 1985 veröffentlichte Mason „Profiles“ zusammen mit dem ehemaligen 10cc-Gitarristen Rick Fenn. Das Album enthielt den Song „Lie For A Lie“ mit David Gilmour am Gesang.
  • Rückkehr zu den Wurzeln: Im Jahr 2018 gründete Mason die Band „Nick Mason’s Saucerful of Secrets“, um die frühen, psychedelischen Werke von Pink Floyd (vor „The Dark Side of the Moon“) live aufzuführen.
  • Produzent und Autor: Nick Mason hat auch Alben für Künstler wie Robert Wyatt, Gong und The Damned produziert und seine Autobiografie „Inside Out: A Personal History of Pink Floyd“ veröffentlicht.

Fictitious Sports: Ein unerwartetes Solo-Debüt

Nick Masons erstes Soloalbum, „Nick Mason’s Fictitious Sports“, ist eine echte Überraschung für alle, die ein Pink Floyd-ähnliches Werk erwartet hätten. Veröffentlicht im Mai 1981, entstand es eigentlich bereits im Oktober 1979, während Pink Floyd noch mit der Produktion von „The Wall“ beschäftigt war. Doch anstatt sich in epischen Progressive-Rock-Symphonien zu verlieren, tauchte Mason in die Welt des Jazz-Rocks und der Avantgarde ein, maßgeblich beeinflusst von der brillanten Jazz-Komponistin und Keyboarderin Carla Bley. Sie war die treibende kreative Kraft hinter dem Album, schrieb sämtliche Musik und Texte, während Mason die Rolle des Schlagzeugers und Co-Produzenten übernahm.

Das Album, das Kritiker als „Punk Jazz“ bezeichneten, bietet eine einzigartige Mischung aus komplexen Arrangements, humorvollen Texten und einer spielerischen Herangehensweise an musikalische Konventionen. Robert Wyatt, bekannt für seine Arbeit mit Soft Machine, lieferte den Großteil der Gesangsparts, während Karen Kraft bei „Can’t Get My Motor to Start“ die Lead-Stimme übernahm. Ein besonders interessanter Track ist „Hot River“, der von einigen als eine Art Pink Floyd-Pastiche mit David Gilmour-ähnlichen Gitarrenklängen und weiblichen Vocals im Stil von „Great Gig in the Sky“ wahrgenommen wird. Obwohl „Fictitious Sports“ kommerziell nicht an den Erfolg von Pink Floyd anknüpfen konnte und erst Jahre später einen „vorsichtigen Kultstatus“ erlangte, gilt es heute als eines der besten Soloalben, die aus dem Pink Floyd-Umfeld hervorgegangen sind.

Profiles und vielseitige Kollaborationen

Nach dem jazzlastigen „Fictitious Sports“ wagte sich Nick Mason 1985 mit dem Album „Profiles“ in ein anderes musikalisches Terrain. Dieses Mal tat er sich mit Rick Fenn, dem Gitarristen der britischen Band 10cc, zusammen. „Profiles“ präsentierte sich als ein „synthetisches Pop-Album“, das den Sound seiner Zeit widerspiegelte und weniger progressive Elemente enthielt als Masons vorheriges Werk. Das Album ist besonders bemerkenswert für den Song „Lie For A Lie“, auf dem kein Geringerer als David Gilmour, Masons Pink Floyd-Kollege, den Gesang übernahm. Diese Zusammenarbeit zeigte einmal mehr Masons Offenheit für verschiedene musikalische Stile und seine Fähigkeit, sich in unterschiedliche Projekte einzubringen.

Doch Nick Masons Aktivitäten beschränkten sich nicht nur auf seine eigenen Alben. Er ist auch ein anerkannter Produzent und hat im Laufe seiner Karriere eine Reihe von Künstlern betreut. Dazu gehören namhafte Progressive-Rock-Größen wie Robert Wyatt, dessen „Rock Bottom“ Mason sogar als die größte Leistung seiner Karriere bezeichnete. Auch Bands wie Gong und The Damned profitierten von seinem Können im Studio. Seine Arbeit mit dem Jazz-Komponisten Michael Mantler, bei der er sowohl als Schlagzeuger als auch als Toningenieur mitwirkte, unterstreicht seine breite musikalische Neugier und sein Talent abseits des Rampenlichts. Diese vielfältigen Kollaborationen und Produktionen zeichnen ein Bild eines Musikers, der stets bereit ist, über den Tellerrand zu blicken und neue musikalische Wege zu erkunden.

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Nick Mason’s Saucerful of Secrets: Eine Zeitreise zu den Pink Floyd-Wurzeln

Die vielleicht spannendste Entwicklung in Nick Masons jüngerer Karriere ist die Gründung von „Nick Mason’s Saucerful of Secrets“ im Jahr 2018. Diese Band ist keine gewöhnliche Solo-Unternehmung, sondern eine liebevolle Hommage an die frühen Jahre von Pink Floyd, lange bevor „The Dark Side of the Moon“ die Band zu Weltruhm katapultierte. Mason, zusammen mit Guy Pratt (Bass, Gesang), Gary Kemp (Gitarre, Gesang), Lee Harris (Gitarre) und Dom Beken (Keyboards), hat es sich zur Aufgabe gemacht, das psychedelische Material aus den Jahren 1967 bis 1972 wieder auf die Bühne zu bringen. Viele Fans entdeckten Pink Floyd erst mit „Dark Side“, und Mason wollte ihnen die Möglichkeit geben, die „unbekannten“ Schätze der frühen Ära live zu erleben.

Die Setlist von „Nick Mason’s Saucerful of Secrets“ gleicht einer Zeitreise durch Alben wie „The Piper at the Gates of Dawn“, „A Saucerful of Secrets“ und „Meddle“. Songs wie „Interstellar Overdrive“, „See Emily Play“, „Astronomy Domine“, „Set the Controls for the Heart of the Sun“, „One of These Days“ und sogar das lange unveröffentlichte „Vegetable Man“ werden mit großer Authentizität und gleichzeitig mit einer frischen Energie dargeboten. Das Live-Album und der Film „Live at the Roundhouse“ (2020) sind ein beeindruckendes Zeugnis dieser musikalischen Wiederbelebung. Es ist faszinierend zu sehen, wie Mason, der einzige, der diese Stücke von Anfang an spielte, sie nun mit einer neuen Generation von Musikern interpretiert. Selbst Roger Waters überraschte das Publikum 2019 bei einem Konzert in New York, indem er mit der Band „Set the Controls for the Heart of the Sun“ sang. Die Band tourt weiterhin erfolgreich und beweist, dass die frühen Werke von Pink Floyd nichts von ihrer Relevanz und Faszination verloren haben. Für alle, die sich für die lebendige Geschichte des Classic Rock interessieren, sind die Neuigkeiten zu ‚Nick Mason (solo) beliebte Lieder und Alben‘ ein echtes Highlight. Bleib auf dem Laufenden über weitere Tourneen und Veröffentlichungen, vielleicht findest du ja auch etwas in unseren Classic Rock Musik News KW 24: Legenden auf Tour, neue Riffs und unveröffentlichte Schätze oder interessierst dich für das Vermächtnis von Bands wie Deep Purple – Das Feuer brennt weiter: Neuigkeiten zu Deep Purple beliebte Lieder und Alben.

Fazit

Nick Mason ist weit mehr als nur der Schlagzeuger von Pink Floyd. Seine Solo-Karriere und seine vielfältigen musikalischen Unternehmungen zeigen einen Künstler, der stets bereit war, neue Wege zu beschreiten und seinen Horizont zu erweitern. Von den experimentellen Jazz-Rock-Klängen auf „Fictitious Sports“ über die Pop-orientierten Melodien von „Profiles“ bis hin zur liebevollen Wiederbelebung der psychedelischen Pink Floyd-Ära mit „Nick Mason’s Saucerful of Secrets“ – Masons musikalisches Erbe ist reich und abwechslungsreich. Er hat bewiesen, dass er nicht nur ein Meister des Rhythmus ist, sondern auch ein kreativer Geist, der sich nicht scheut, die Grenzen des Classic Rock zu überschreiten. Seine Präzision, Kreativität und sein einzigartiger, oft zurückhaltender Stil haben Generationen von Musikern beeinflusst und machen ihn zu einer unverzichtbaren Figur in der Geschichte der Rockmusik. Nick Mason (solo) beliebte Lieder und Alben mögen nicht die gleiche kommerzielle Reichweite wie die seiner Hauptband haben, doch sie bieten einen tiefen Einblick in die Seele eines Musikers, dessen Leidenschaft für die Musik unerschütterlich ist. Er bleibt eine Ikone, deren Einfluss weit über das Schlagzeug hinausreicht und uns immer wieder daran erinnert, dass wahre Kunst keine Grenzen kennt.

FAQ

Welches war Nick Masons erstes Soloalbum und wer war die Hauptautorin?

Nick Masons erstes Soloalbum war „Nick Mason’s Fictitious Sports“, veröffentlicht 1981. Die Musik und Texte für das Album wurden hauptsächlich von der amerikanischen Jazz-Komponistin und Keyboarderin Carla Bley geschrieben.

Welche bekannten Musiker waren an Nick Masons Soloalben beteiligt?

Auf „Nick Mason’s Fictitious Sports“ waren Robert Wyatt (Gesang) und Karen Kraft (Gesang) zu hören. Für das Album „Profiles“ (mit Rick Fenn) sang David Gilmour den Titel „Lie For A Lie“.

Was ist Nick Mason’s Saucerful of Secrets und welche Musik spielen sie?

Nick Mason’s Saucerful of Secrets ist eine Band, die Mason 2018 gegründet hat, um die frühen, psychedelischen Werke von Pink Floyd aus den Jahren 1967 bis 1972 live aufzuführen. Sie spielen Songs von Alben wie „The Piper at the Gates of Dawn“ und „A Saucerful of Secrets“.

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